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Internorm-Architekturwettbewerb 2021

Gewinner des Internorm-Architekturwettbewerbs 2021

International herausragende Architekturlösungen im Privat- und Objektbau gekürt

 

Bereits zum sechsten Mal initiierte Europas führende Fenstermarke Internorm in diesem Jahr den internationalen Internorm-Architekturwettbewerb. Zahlreiche herausragende Einreichungen, sowohl im Objekt- als auch im Privathausbereich forderten die Jury, bestehend aus Experten der Architektur. Gesucht wurden herausragende Projekte, welche die Gestaltungselemente Fenster und Türen auf besondere Weise einsetzen und im Bereich zukunftsweisendes Bauen eine Vorreiterrolle einnehmen.

 

„Ich freue mich, dass wir auch heuer beim sechsten Architekturwettbewerb von Internorm eine große Anzahl von hochwertigen Einreichungen verzeichnen konnten. Die Projekte aus ganz Europa zeigen beeindruckend die gestalterischen Möglichkeiten durch gekonnten Einsatz von Fenstern und Türen. Das Ergebnis sind lichtdurchflutete, großzügige und energieeffiziente Gebäude“, zeigt sich Anette Klinger, Miteigentümerin von Internorm zum diesjährigen Wettbewerb begeistert.

 

Hauptpreis in der Kategorie Privatbau geht an Juri Troy Architects

Der Hauptpreis in der Kategorie Privatbau geht an das Architekturbüro Juri Troy Architects aus Wien für ihr Projekt „U-Haus“. Hier wurde von den Architekten ein zweigeschossiger Neubau in U-Form realisiert, bei dem der Baukörper einen Hof umschließt, zu dem sich die Wohnbereiche hin orientieren. Die großflächigen Verglasungen zum Hof, ermöglichen Blickbeziehungen über den Außenraum zwischen Ess- und Wohnbereich. Der Hof wird im Laufe der Zeit von wildem Wein überwachsen werden. Diese natürliche Beschattung sorgt für ein behagliches Innenraumklima und schafft eine angenehme Aufenthaltsqualität für den Außenraum. Die raumhohen Verglasungen an der Stirnseite des Gebäudes sind von der Fassade abgerückt. Das Gebäude präsentiert sich nach außen hin dreiseitig geschlossen. Der sich von Ein- zu zweigeschossig hochstreckende Baukörper, öffnet sich zu den Stirnseiten. Über den dreiseitig umschlossenen Hof, wird das Gebäude durch großflächige Öffnungen zusätzlich belichtet.

 

Gewinner Objektbau: Superblock ZT GmbH aus Wien

Der Hauptpreis im Objektbau geht an das in Wien ansässige Architektenbüro Superblock ZT GmbH. Sie haben die Jury mit einem neu erbauten Wohnbauprojekt überzeugen können, welches vor allem durch Lebendigkeit und die Schaffung von lichtdurchfluteten Wohnraum punkten konnte. Die Widmung erlaubte eine Höhenstaffelung der Gebäudevolumina, wodurch der Neubau in drei "Türme“ geteilt werden konnte, die in den unteren Geschoßen zusammenhängen. Die daraus entstehenden Einschnitte belichten den Hof- und den Straßenraum und modellieren den Baukörper zusätzlich. Es wurde bewusst auf Balkone verzichtet, da die wohnungszugehörigen Freibereiche als Loggien oder Terrassen ausgebildet werden. Diese Bauweise lässt unterschiedliche Wohnungstypologien entstehen und schafft ein vielfältiges Angebot an Wohnungsgrößen.

 

Anerkennungspreis: Beres Architects aus Ungarn

Für ein weiteres herausragendes Projekt wurde Attila Béres von Béres Architects aus Ungarn ausgezeichnet. Die Realisierung eines Hauses in absolutem Einklang mit der Natur hat die Jury begeistert.

 

Die Fachjury im Überblick

Die Mitglieder der Fachjury 2021:

DI Architekt Erwin Stättner

Franz&Sue Architektur, Wien -  Sieger des Architekturwettbewerbes 2019 im Bereich „Objektbau“

DI Architekt Gerald Anton Steiner

Architekturbüro Gerald Anton Steiner, Linz - Anerkennungspreis beim Architekturwettbewerb 2019

Volker Dienst

architektur in progress, Wien

Franziska Leeb

Architekturpublizistin, Wien

Anette Klinger

Internationales Fensternetzwerk IFN, Traun

 

Prämierung

Internorm vergibt für den Architekturwettbewerb insgesamt € 4.000,-. Diese verteilen sich mit je € 2.000,- auf die Gewinner in den Kategorien Privat- und Objektbau.

 

Fotocredit Jury: Franz&Sue Architektur

Fotocredit Superblock: Jürgen Pletterbauer

Fotocredit Juri Troy: Internorm

Fotocredit Beres Architects: Tamás Bujnovszky

 

 

Gewinner Objektbau: Superblock ZT GmbH mit dem Projekt "NORD 19"

Gewinner Objektbau: Superblock ZT GmbH mit dem Projekt "NORD 19"

Der Hauptpreis im Objektbau – ebenfalls mit 2.000 Euro dotiert – geht an das in Wien ansässige Architektenbüro Superblock ZT GmbH. Sie haben die Jury mit einem neu erbauten Wohnbauprojekt überzeugen können, welches vor allem durch Lebendigkeit und die Schaffung von lichtdurchflutetem Wohnraum punkten konnte. Volker Dienst von architektur in progress zeigt sich begeistert vom Wiener Projekt: „Trotz der extrem engen Rahmenbedingungen des geförderten Wohnbaus ist es hier gelungen, spannende Tageslichtqualitäten, sowohl im Stiegenhaus als auch in den Wohnungen, zu ermöglichen.“

 

Die Widmung erlaubte eine Höhenstaffelung der Gebäudevolumina, wodurch der Neubau in drei "Türme“ geteilt werden konnte, die in den unteren Geschoßen zusammenhängen. Die daraus entstehenden Einschnitte belichten den Hof- und den Straßenraum und modellieren den Baukörper zusätzlich. Diese Bauweise lässt unterschiedliche Wohnungstypologien entstehen und schafft ein vielfältiges Angebot an Wohnungsgrößen. Mit einer Raumhöhe von vier Metern im Erdgeschoss und einem reinen Stützensystem ist die notwendige Flexibilität für unterschiedliche Nutzungsstrukturen, wie zum Beispiel kleinteilige Start-Up-Einheiten oder Großraumbüros, gewährleistet. „Die einladende offene Erdgeschosszone ist ein wesentlicher Beitrag zur Lebendigkeit des Quartiers“, so Jurymitglied und Architekt Erwin Stättner von Franz&Sue Architektur.  

 

Besonders auffällig ist die gelbe, lebendige Fassade, welche von feinen Linien in grauer Farbe durchzogen ist und mit den eingesetzten Fenstern eine durchdachte Fassadengestaltung ergibt. „Innerhalb der engen Regelungen für geförderten Wohnbau ist es bei diesem Projekt gelungen, durch den idealen Einsatz von Fenstern lichtdurchfluteten, lebenswerten Wohnraum zu schaffen und die Fassade lebendig zu strukturieren“, zeigt sich Anette Klinger begeistert. Die kompakten Gebäudevolumina weisen zudem einen hohen energetischen Standard auf. Darüber hinaus erfüllt das mit Steinwolle gedämmte Haus Aspekte der Nachhaltigkeit durch die enge Verbindung von Wohnen und Gewerbe.

 

Fotocredit: Jürgen Pletterbauer

 

Hauptpreis Privatbau - Juri Troy Architects mit dem Projekt "U-Haus"

Hauptpreis Privatbau - Juri Troy Architects mit dem Projekt "U-Haus"

Der mit 2.000 Euro Preisgeld dotierte Hauptpreis in der Kategorie Privatbau geht an das Architekturbüro Juri Troy Architects aus Wien für ihr Projekt „U-Haus“. Hier wurde von den Architekten ein zweigeschossiger Neubau in U-Form realisiert, bei dem der Baukörper einen Hof umschließt, zu dem sich wiederrum die Wohnbereiche orientieren. „Durch die Form des Gebäudes entsteht innenräumliche Vielschichtigkeit mit differenzierter Lichtführung, die begeistert“, beschreibt Jury-Mitglied Gerald Anton Steiner, Architekt aus Linz, das Neubauprojekt. Die großflächigen Verglasungen zum Hof ermöglichen Blickbeziehungen über den Außenraum zwischen Ess- und Wohnbereich. Der sich von Ein- zu zweigeschossig hochstreckende Baukörper, öffnet sich zu den Stirnseiten. Über den dreiseitig umschlossenen Hof wird das Gebäude durch großflächige Öffnungen zusätzlich belichtet. „Ein interessantes Weiterbauen innerhalb der Dorfstruktur – nach vorne diskret geschlossen, nach hinten öffnen sich die Gebäudetrakte in die Landschaft“, zeigt sich Jury-Mitglied und Architekturjournalistin Franziska Leeb begeistert vom ausgezeichneten Projekt.

 

Fotocredit: Internorm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anerkennungspreis für Béres Architects aus Ungarn

Anerkennungspreis für Béres Architects aus Ungarn

Für ein weiteres herausragendes Projekt wurde Attila Béres von Béres Architects aus Ungarn ausgezeichnet. Die Realisierung eines Hauses in absolutem Einklang mit der Natur hat die Jury begeistert. Anforderung war es hier, einen kleinen Rückzugsort von ca. 40m2 zu schaffen, ohne dabei Wohnkomfort einzubüßen. Gleichzeitig sollte die Natur in besonderem Maße respektiert werden und erhalten bleiben. Die außergewöhnliche Lage des Hauses, welches direkt am Rande einer unberührten Waldlandschaft liegt, inspirierte den Architekten, ein schwebendes Gebäude zu verwirklichen, das sich so perfekt in die Umgebung einfügt. Die dünnen Stelzen sind so platziert, dass die Wurzeln der umliegenden Bäume ohne Beschädigung erhalten bleiben. Die Form des Gebäudes ist schlicht und einfach gewählt, doch die Anordnung der Fenster als Gestaltungselement schafft ein unverwechselbares Design. Die Verwendung von hochwertigen Baumaterialien und das Ziel, keinen unnötigen Raum in der Natur einzunehmen, tragen den Nachhaltigkeitsgedanken des Projekts. „Auf minimalem Raum wurden hier eine Reihe von architektonischen Themen souverän abgehandelt“ begründet Architektur-Journalistin Franziska Leeb die Vergabe eines Anerkennungspreises.

 

Fotocredit: Tamás Bujnovszky