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Haus des Monats 2019

Im Gespräch mit gritsch.haslwanter architekten zt gmbh

 

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Das Raumprogramm wurde durch eine moderne zeitgemäße Gestaltung umgesetzt. Klar strukturierte Baukörper und wenige aber zeitlose Materialen spielen  dabei eine wesentliche Rolle. Die Steinfassaden der unteren beiden Geschosse aus Luserna Gneis und deren Umriss stellen einen starken Bezug zur Landschaft her und lassen diese Ebenen mit der Umgebung verschmelzen. Gestockter Sichtbeton und Verkleidungen aus Holz in den Loggien lassen eine warme Atmosphäre bereits in den Außenbereichen der Zimmergeschosse entstehen und strukturieren dabei den mehrgeschossigen Bau. Auch in den Innenbereichen wurde großes Augenmerk auf eine gesamtheitliche Materialisierung gelegt. Traditionelle Materialen mit Haptik und wohltuenden ruhigen Farben wurden von den Innenarchitekten sorgfältig gewählt und kombiniert.

Dem Bauen in alpinen Raum schulden wir in Tirol ein Übermaß an Respekt und Sorgsamkeit. Die Bauherrn haben diesen Anspruch zur Gänze mitgetragen und realisiert.

Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Übergeordnetes Ziel des Entwurfes ist ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden und ein wirtschaftliches Neubaukonzept. Die sehr kompakten und einfach konstruierten Baukörperzuschnitte erlauben eine nachhaltige und ökonomische Lösung hinsichtlich energetischer Aspekte sowohl  in Bezug auf die Errichtung als auch im laufenden Betrieb und im Facilitymanagement. Der Einsatz von ökologischen und robusten Baumaterialien garantiert eine lange Nutzungsdauer und schafft somit einen positiven Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Das neue Gebäude ist energietechnisch als Niedrigstenergiehaus konzipiert. Ein intelligentes Haustechniksystem verbunden mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung, bewirkt ein ökologisches Gebäudeklimakonzept.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Sie stehen in Kontrast zu den Steinfassaden der massiven Bauteile und lassen Aussen und Innenraum der einzelnen Ebenen verschmelzen - und schaffen damit den Bezug zu der  einzigartigen Landschaft.

In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln? 

Das Spannungsfeld wird sich zwischen verschiedensten neuen soziologischen Bedingungen weiter aufbauen. Internationale und interkulturelle Offenheit wird selbstverständliche Voraussetzung werden müssen um gleichzeitig vermehrt wieder lokale Kulturen und regionale Identitäten in die allgemeine Baukultur einzuflechten.

Gibt es so etwas wie eine übergeordnete Idee zu diesem Projekt?

Authentizität! Sie wird erreicht durch Innovationen auf mehreren Ebenen welche dieses Projekt formen: Die Familie Gerber steht mit ihrem persönlichen Einsatz für eine Neuinterpretation von Gastfreundschaft und Tradition. Die zahlreichen technologischen organisatorischen Erleichterungen sowie das neue Angebot an Infrastruktur stärken Dienstleistung und Nachhaltigkeit.

Produktinnovation - SKYPOOL – ein einzigartiges Produkt im Alpenraum macht den Urlaub auf 2020 m zu einem ganz speziellen unvergesslichem Erlebnis.

 Wir danken für das nette Gespräch!  

 

Architekt: gritsch.haslwanter architekten zt gmbh, Stiftshof 3, 6422 Stams, www.gritsch-haslwanter.com

Projekt: Mooshaus, Hotel

Vertriebspartner: Freiraum 4 Handels GmbH, Stublerfeld 27, 6123 Terfens, www.freiraum4.at

Fotograf: Günter Wett, Mandelsbergerstrasse 9, 6020 Innsbruck

Haus des Monats März 2019 - Ing. Martin Leibezeder von LEIBEZ Interieur Design

Haus des Monats März 2019 - Ing. Martin Leibezeder von LEIBEZ Interieur Design

Welche charakteristischen Merkmale zeichnet die Architektur des Projektes aus?

Das Gebäude zeichnet sich durch seine kubische und schlichte Form aus, denn im Wesentlichen sind es zwei übereinander gelegte Quader, wobei der obere optisch auskragt und durch großzügige Fensterflächen geöffnet wurde und sich farblich (im Loxone-Grün) abhebt. Durch die Hanglage kann man vom Wohnbereich des oberen Geschoßes ebenerdig die Terrasse erschließen.

Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Das Untergeschoß wurde in Massivbauweise ausgeführt, da es zu einem großen Teil in den Hang hinein gebaut wurde. Beim Erdgeschoß wurde eine Holzriegelbauweise mit hinterlüfteter Fassade gewählt. Die Energieversorgung erfolgt mittels Erdwärmeheizung und einer Fotovoltaikanlage.

Wie hat Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen(Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Da auch einige Neuheiten von Internorm verbaut wurden, hat man uns diesbezüglich genauestens informiert und in technischer Hinsicht hervorragend unterstützt.

Gibt es so etwas wie eine übergeordnete Idee zu diesem Projekt?

Die Vorgabe war einerseits für Geschäftskunden eine Unterkunft zu schaffen, und andererseits ein ‚Showhome‘ zur Präsentation aller Smarthome-Produkte und -Funktionen von Loxone zu schaffen. Und das alles auf möglichst kompakter Fläche, was uns denke ich sehr gut gelungen ist.

Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

 Es war zwar keine wirkliche Überraschung, aber das Haus ist so richtig wohnlich geworden! In welche Richtung, denkt ihr, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln? Ich denke in Zukunft wird nachhaltiges Bauen ein großes Thema und die Häuser werden immer mehr ‚intelligent‘, sprich sogenannte ‚Smarthomes‘ sein. Zum einen um den Bewohnern viel Handgriffe zu ersparen und zum Anderen den Energiebedarf des Hauses sinnvoll zu managen und somit gering zu halten.

Wir danken für das nette Gespräch!  

Architekt: Ing. Martin Leibezeder von LEIBEZ Interieur Design, Stadlgasse 3/1, 4152 Sarleinsbachn, www.leibez.at

Projekt: Showhome

Fotograf: Patrick Obermayr

Haus des Monats Februar 2019 - BWM Architekten und Partner ZT GmbH

Haus des Monats Februar 2019 - BWM Architekten und Partner ZT GmbH

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Hier haben wir direkt in der Nachbarschaft eine besonders tolle Aufgabe mit einer sehr schmalen, sehr langen Baulücke gehabt. Das Grundstück wurde mit einem Wohnblock bebaut, der straßenseitig sechs Obergeschoße mit kleineren Zweizimmer-Wohneinheiten und hofseitig über einen zweiten Gebäudetrakt umfasst. In den ruhigen Innenhof wurde ein zweigeschoßiger Gebäudeteil eingefügt, in dem zwei Maisonnette-Wohnungen mit Büroanteilen und eine Triplex-Wohnung untergebracht sind. Durch eine Verdrehung der Sockelzone zur Schönbrunner Straße hin entstand eine besondere Schräge, die interessante Raumausblicke erlaubt und den Blick in den vorgelagerten Außenraum freigibt. Effiziente Grundrisse nutzen den vorhandenen Platz optimal. Alle Wohnungen wurden mit französischen, raumhohen Fenstern ausgestattet, die das Tageslicht voll einfangen. Die effiziente Lichtführung und die Maximierung der Fensterflächen bilden einen besonderen Mehrwert. Darüber hinaus wurden wir von einer namhaften amerikanischen Künstlerin ausgewählt und angeschrieben, ob sie die Wand gestalten darf. Wir finden das gut, dass es in Wien möglich ist, dass einer Künstlerin im öffentlichen Raum eine so große Leinwand zur Verfügung gestellt wird.  

Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

BWM Architekten bemühen sich in ihrer täglichen Architekturpraxis darum, Identität ganzheitlich zu bilden. Wir entwickeln dabei nicht nur ein energetisch möglichst sinnvolles Gesamtkonzept – das setzen wir heute als selbstverständlich voraus – wir bemühen uns ebenso um die Entwicklung eines kulturell nachhaltigen Gebäudes. Darunter verstehen wir die Verbindung ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit mit den Grundsätzen der sozialen Verantwortung, mit interkulturellem Dialog und interdisziplinärem Denken.  

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung dieses Hauses?

Für uns ist das Fenster immer eines der wesentlichen Gestaltungselemente, und bei der Auswahl der Produkte achten wir neben der Stabilität der Rahmen, der Beständigkeit der Materialien auch ganz besonders darauf, dass die Profilansichten von außen und innen besonders schlank sind. Dies verleiht der Fassade einerseits eine besondere Eleganz und andererseits wird die Lichtausbeute dadurch erhöht.  

In welche Richtung, denkt ihr, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Um kostengünstiges Bauen, bei gleichbleibendem Halten der derzeitigen sehr hohen Standards zu gewährleisten, wird sich die Industrie stärker in Richtung eines systematischen Bauens orientieren.  

Wir danken für das nette Gespräch!

Architekt:  BWM Architekten und Partner ZT GmbH, Margaretenplatz 4/L1, 1050 Wien, www.bwm.at

Projekt: Wohngebäude in der Stadt

Vertriebspartner: Internorm Bauelemente Service GmbH, Siemensstraße 105, 1210 Wien, www.ibs-fenster.at

<address> Fotograf: © BWM Architekten / Foto © Christoph Panzer </address>

Haus des Monats Jänner 2019 - Architekt Ing. M. König von Architekturhalle Arch. Mag. R. Wulz Ziviltechniker KG

Haus des Monats Jänner 2019 - Architekt Ing. M. König von Architekturhalle Arch. Mag. R. Wulz Ziviltechniker KG

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Als charakteristische Merkmale sind sicherlich die zwei im öffentlichen Raum stark wirksamen, aber sehr unterschiedlich (wirkenden) Hauptfassaden zu nennen. Wobei sich die Hauptfassade mit dem zur Gänze verglasten Stiegenhaus zum oberen Sparkassenplatz sowie zum Parkplatz vor dem Gemeindeamt hin öffnet und eine großzügig einladende Zugangssituation schafft. Die Westfassade hingegen spielt mit den unterschiedlich angeordneten, in Größe und Erhabenheit differenzierten, erckerartigen Fensterelementen, welche in den Büroräumen für spannende Ausblicke und Belichtungssituationen sorgen.

Gibt es so etwas wie eine übergeordnete Idee zu diesem Projekt?

Ja, es hängt ursächlich mit der Entstehungsgeschichte des Projektes zusammen. Ursprüngliche Aufgabe war für einen gemeinnützigen Wohnbau-Bauträger auf diesem vorgegebenen Grundstück ein Projekt zu entwickeln. Lage und Form des ersten von insgesamt drei Baukörpern, stellte aber die Nutzung als Wohngebäude in Frage. Nach einiger Überzeugungsarbeit gelang es uns, den Eigentümer von der für Wohnungen denkbar ungeeigneten Lage zu überzeugen. Somit konnte in Folge mit einem privaten Bauträger das Gebäude an seiner städtebaulichen, sehr exponierten Lage als Bürogebäude mit im wesentlichen öffentlichen Nutzungscharakter weiterentwickelt werden.

Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Als vorbildlich ist sicherlich die Zusammenarbeit mit der Gemeindeführung zu erwähnen. Denn erst durch diese Zusammenarbeit ist es gelungen, diesen als beinahe unbebaubar geltenden Teil des Grundstückes in dieser Form zu beplanen. Eine ressourcenschonende Bebauung zu entwickeln und über diese Miniparzelle auch noch die Tiefgaragenzufahrt und die oberirdische Erschließung der dahinter liegenden Wohnbebauung abzuwickeln, war das Ziel.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Der Stellenwert kann kaum groß genug angenommen werden. Denn sie sind im Innenraum für das Wohlbefinden der Benutzer von maßgeblicher Bedeutung und tragen durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten wesentlich zur Unterstützung einer architektonischen Aussage bei.

In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln? 

Ich hoffe in eine kulturell anspruchsvolle, nicht ausschließlich einem Kostendiktat unterworfene Zukunft.

Wir danken für das nette Gespräch!  

Architekt:  Architekt Ing. M. König von Architekturhalle Arch. Mag. R. Wulz Ziviltechniker KG, Niedere-Munde-Straße 15a, 6410 Telfs, www.architekturhalle.at

Projekt: Wohn- und Bürogebäude in der Stadt

Vertriebspartner: TISCHLER TILG GMBH & CO KG, Starkenbach 12, 6491 Schönwies, www.tilg.at

Fotograf: Architekturhalle, Ing. Simon Schnegg