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Haus des Monats 2020

Im Gespräch mit Architekt Wolfgang Enthaler von Planungsbüro Wolfgang Enthaler Ges.m.b.H.

 

Wie würden sie das Projekt allgemein beschreiben?

Das Dorthotel wurde 1980 von den Eltern als Frühstückspension gegründet. Der Schwerpunkt des Familienbetriebes liegt auf naturnaher Erholung im Luftkurort Fischbach mit waldreichen Wanderwegen in der Nord-Ost Steiermark und in der der Peter Rosegger Waldheimat. Im vier bis fünf Jahresrhythmus wurde investiert und die Hotelanlage wurde erweitert. Das Hotel hat sich 2020 lt. RELAX GUIDE zu den 20 besten Wellness-OASEN in Österreich entwickelt und wurde mit 3 Lilien und 18 Punkten ausgezeichnet. Das Dorfhotel Fasching ist der größte Arbeitgeber in der Gemeinde. Der Grundsatz der Familie Fasching ist: In Wellness muss die Natur spürbar sein.

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Dass Projekt fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und wurde vorwiegend mit natürlichen Baumaterialien errichtet. Auch bei den Zu- und Umbauarbeiten wurde darauf geachtet, einen harmonischen Übergang der Innen- und Außengestaltung zu erreichen. Die Natur als Vorbild.

Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Bei uns wird sehr viel Wert auf detailgetreue Lösungen gelegt. Ein technisch hochwertiges Produkt garantiert auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Toll sind die technischen Unterlagen, die für unsere Planung sehr hilfreich waren. Außerdem war für uns die Erreichbarkeit unseres Partner während der Planungsphase sehr wichtig.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Die Fenster haben einen großen Anteil an der Gestaltung der Fassade. Abgesehen von den technischen Anforderungen sollte mit den Fenstern ein fließender Übergang von innen nach außen erreicht werden.

Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?  

Dass sich das geplante und doch wesentlich vergrößere Objekt in seiner Proportion noch besser als erwartet in die landschaftliche Umgebung eingefügt hat.

In welche Richtung, denken sie, wird oder sollte sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

In der Hoffnung, dass es aus finanziellen Gründen nicht nur Zweckbauten geben wird, sollte die Architektur ein harmonisches Gefühl vermitteln. Auch das Auge ist ein Teil der Körperwelten und nur Gebäude, die proportional und ästhetisch gestaltet sind, sind wohltuend, stressabbauend und das führt somit oft unbewusst zur Entschleunigung.  

 

Wir danken für das nette Gespräch.  

 

Architekt: Planungsbüro Wolfgang Enthaler Ges.m.b.H., Mühlgasse 12, 8160 Weiz, www.enthaler-planungsbuero.at

Projekt: Dorfhotel Fasching

Vertriebspartner: Berger Gesellschaft m.b.H, Radweg 2, 8160 Nöstl/Weiz, www.berger-weiz.at

Fotograf: Wolfgang Enthalter

Haus des Monats Februar 2020 - Transform Architekten ZT-GmbH, DI Günter Weratschnig

Haus des Monats Februar 2020 - Transform Architekten ZT-GmbH, DI Günter Weratschnig

Wie würden Sie vorab das Projekt allgemein kurz beschreiben?

Meine Aufgabe als Architekt war von Anfang an, die Vielfältigkeit und die fachliche Kompetenz der Firma HABAU in einem Firmengebäude bestmöglich zu präsentieren. Als architektonisches Gestaltungsmerkmal zeigt sich der Werkstoff Beton in all seinen Facetten, Innen wie Außen. Nachdem die Firma HABAU ein eigenes Beton- Fertigteilwerk besitzt, wurde auch das Objekt in Stahlbeton-Fertigteilen errichtet. Einem tragenden Stahlbeton-Skelett wurde die Stahlbeton Gebäudehülle vorgelagert.

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Grundidee des Entwurfes war, sämtliche Funktionen des Gebäudes vom Carport, Büro, Sozialräume, Werkstatt etc. in einem Gebäude unterzubringen. Das Gebäude ist von außen wie von innen sehr schlicht, die Funktionen sind ganz klar gegliedert und ablesbar.

Charakteristisches Merkmal des Objektes sind die beiden V-Stützen, die das Obergeschoss im Bereich des Carports tragen. Der Bereich war statisch eine große Herausforderung, da das Obergeschoss mittels Überzügen vom Dach aus abgehängt ist. Die „schwebende“ Stahlbeton-Scheibe mit dem eingelegten Firmenlogo war in jeder Hinsicht eine Herausforderung, ist aber ein echter Hingucker im Eingangsbereich geworden.

Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung dieses Projektes unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Details und Anschlüsse wurden schon im Vorfeld mit der Firma Internorm besprochen und gemeinsam entwickelt. Leitgedanke war nicht „Das geht nicht!“, sondern „Wie kann es gehen?“. Dies bildet den Kern meiner Tätigkeit als Architekt und da gibt es die volle Unterstützung von Seiten der Firma Internorm.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Fenster bzw. Verglasungen sind die wohl wichtigsten Gestaltungselemente von Gebäuden, bilden sie ja die Schwelle zwischen Innen und Außen. Auch die Nutzer erwarten vermehrt räumliche Freiheit, die klassischen „kleinen“ Fensteröffnungen treten in den Hintergrund. Das versuche ich in meinen Objekten zu realisieren, das Wechselspiel zwischen Intimität und Freizügigkeit! Das macht Architektur so spannend.

Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

Wir planen sämtliche Projekte im Büro 3d. Die gesamte Fertigteil-Planung wurde auch in 3d gemacht, jedes Detail, jeder räumliche Knoten. Die Fertigungspräzision und das Zusammenspiel von Vorfertigung und den lokalen Arbeiten auf der Baustelle, zeugen von großer fachlicher Kompetenz von Seiten der Firma. Gemeinsam wurde immer an der besten Lösung gearbeitet! Das war toll und eine echte Bereicherung.

In welche Richtung, denken Sie, wird oder sollte sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Die Architektur orientiert sich zunehmend an den Bedürfnissen der Nutzer. Die Technik eines Gebäudes bzw. die Anpassung an die Bedürfnisse tritt zunehmend in den Vordergrund. Der Wirtschaftlichkeit eines Objektes kommt immer mehr Bedeutung zu, das betrifft nicht nur die Herstellungskosten, sondern geht über die Betriebskosten bis hin zur Entsorgung bzw. Wiederverwendung bzw. Wiederverwertung. Intelligente, anpassbare Raumkonzepte sind das Gebot der Stunde.

 

Wir danken für das nette Gespräch.  

 

Architekt: Transform Architekten ZT-GmbH, DI Günter Weratschnig, St. Margareten 1, 9173 St. Margarten im Rosental, www.trans-form.at 

Projekt: Firmensitz HABAU

Vertriebspartner: Freundl GmbH , hromstraße 3, 9500 Villach, www.maler-villach.at

Fotograf: Transform Architekten 

Haus des Monats Jänner 2020 - Architekten Atelier Kaindl+Kuntner GmbH & Daneshgar Architects & Gassner & Partner Baumanagement

Haus des Monats Jänner 2020 - Architekten Atelier Kaindl+Kuntner GmbH & Daneshgar Architects & Gassner & Partner Baumanagement

Wie würden sie vorab das Projekt beschreiben?

Das Projekt bietet mit dem hervorstehenden "Eckturm" eine Referenz zu den historischen Eckhäusern Wiens und geht gleichzeitig auf die Höhenentwicklung der Nachbarbebauung in Richtung Westen ein. Der Eckturm zeigt sich als prägnanter, aber dennoch unaufdringlicher und filigraner Orientierungspunkt für die Umgebung. Der Turm und die scheinbar schwebenden Holzbalkone verbinden nicht nur die Natur mit der Stadt, sondern vielmehr den freien Himmel mit Meidling. Sie bringen Wärme in die Stadt und auch die Decken und Wände der Balkone wurden aus Holz hergestellt, um dem Betrachter von der Straße aus ein einladendes Bild zu bieten. Der intensiv begrünte Innenhof bildet mit seinem Gemeinschaftsgarten ein weiteres Herzstück des Gebäudes und schafft ein eigenes Mikroklima für die Bewohner.

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Das Gebäude in der Arndtstraße 88 zeichnet sich vor allem durch die markanten Holzbalkone aus, die nicht nur aus nachhaltigen Materialien hergestellt wurden, sondern in der Betonwüste der Stadt eine grüne Oase erahnen lassen. Diese grüne Oase befindet sich im Innenhof des Projektes und ist die Lunge des Hauses. In der sonst relativ spärlich begrünten Umgebung bietet sie den Bewohnern, vor allem Kindern und Familien, einen Rückzugs- und Begegnungsraum. Durch die Positionierung des Laubenganges im Innenhof wird eine gute Belichtung und Belüftung der Erschließung ermöglicht.

Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Als Planer ist es wichtig, bereits in einer sehr frühen Entwurfsphase Infos zur Machbarkeit der jeweiligen Bestandteile eines Gebäudes zu bekommen. Nachdem Verglasungen bzw. Fenster klarerweise eines der wichtigesten Elemente der Architektur darstellen, trifft dieser Umstand hier besonders zu. Durch die Architektenbetreuung von Internorm gelangen wir auf kurzem Weg zu den erforderlichen Informationen.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Im ersten Entwurfsschritt wurde die Familie als Bewohnergruppe analysiert (HIER Film zur Projektentwicklung 2010). Das Muster der Fassadengestaltung bzw. der Breite der Fenster ergibt sich aus den unterschiedlichen Bedürfnissen und Raumgrößen der einzelnen Familienmitglieder. Alle Fenster wurden raumhoch ausgeführt, um auch der Umgebung zu signalisieren, dass es sich um einen Wohnbau und nicht um ein Bürogebäude handelt.

Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

Der anfängliche Widerstand der Anrainer gegen die Höhe des Eckturms war doch beträchtlich. Aber durch die unermüdliche Vermittlung der Qualitäten des Projektes durch den Bauträger konnten letztlich alle ablehnenden Stimmen überzeugt werden.

In welche Richtung, denken sie, wird oder sollte sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Architektur wird einen schweren Spagat schaffen müssen: menschengerechten Raum am Stand der Technik, mit adäquaten Kosten in der Errichtung, leistbar für den Nutzer, die Herausforderungen des Klimawandels erfüllend und dabei spannende und ästhetisch anspruchsvolle Lösungen.

 

Wir danken für das nette Gespräch. 

 

Architekt:  Atelier Kaindl+Kuntner GmbH, Fasangasse 49/10, 1030 Wien, www.kaindl-kuntner.at & Daneshgar Architects, Argentinierstraße 35/5-6, 1040 Wien & Gassner & Partner Baumanagement GmbH, Obere Amtshausgasse 20-24, 1050 Wien, www.ulreich.at/gassner-partner/baumanagement/ 

Projekt: Skyfall Wien

Vertriebspartner: IBS Internorm Bauelemente Services GmbH, Siemensstraße 105, 1210 Wien, www.ibs-fenster.at

Fotograf: Dr. Armin Daneshgar & Yvonne H. Werginz & Angelika Frank