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Haus des Monats 2020

Im Gespräch mit den Architekten Jana Tartaľová & Michal Tartaľ

 

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Das nach Süden leicht abfallende Grundstück befindet sich auf den ehemaligen "Tennen", die typisch für die Dorfarchitektur dieses Gebietes der Slowakei sind. Typisch durch die Holzscheunen, teilweise mit Backsteinmauern und einem großen Zeltdach. Das traditionell visuelle Erscheinungsbild ländlicher Objekte war der Ausgangspunkt für die Zusammensetzung der in der Fassade verwendeten Materialien und die Gestaltung der Dachlandschaft. Das Einfamilienhaus wurde mit einer kompakten rechteckigen Grundfläche mit einem Doppelsatteldach gebildet, welches von der der Form der Dachstilisierung her, den Hügel nvon Veľká Fatra-Tlstá und Ostrá ähnelt. Ein weiterer Aspekt, welcher das Gestaltungskonzept und die räumliche Anordnung des Hauses maßgeblich beeinflusste, war die Aussicht auf die umliegende Berglandschaft und deren Erhaltung in der zukünftigen Bebauung des umliegenden Landes. Das Haus ist über die Höhe auf verschiedene Ebenen verteilt, wodurch ein räumlicher Spielraumplan entsteht.

 

Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Regenwasser wird von der Überdachung zurückgehalten. Mit diesem werden die Toilette gespült und der Garten bewässert wird. Das Haus hat einen eigenen Brunnen. Das halb vertiefte Schlafzimmer schafft ein stabiles Klima im Inneren des Hauses, was besonders im Sommer wichtig ist. Alle Verglasungen, mit Ausnahme der beiden Straßenverglasungen, sind nach Norden ausgerichteten und durch Beschattungen in Form von Aluminiumaußenjalousien und Holzläden geschützt. Im Haus ist eine Wärmerückgewinnung vorgesehen, um eine konstante Frischluftzufuhr zu gewährleisten.

 

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Das Fenster ist ein wichtiges Element des Gebäudes, welches seine Atmosphäre, seinen Charakter und seine Seele nicht nur in Bezug auf das Erscheinungsbild von außen, sondern insbesondere in Bezug auf die Emotionen im Inneren schafft. Der Kontakt des Äußeren mit dem Inneren ist heutzutage unvermeidlich, da der Bewohner des Gebäudes viel Zeit im Innenraum verbringt. Ausreichendes Tageslicht ist ein notwendiger Aspekt für qualitativ hochwertiges Wohnen.

 

In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Es ist eher unser Wunsch, als eine Vision oder eine Vermutung. Wir möchten, dass die Architektur immer grüner und umweltfreundlicher wird. Die Menschen sollen Gründächer und Fassaden nutzen, Regenwasser auffangen, die Sicht auf ihre Gärten ändern und nach dem Prinzip der Permakultur kultivieren können. Während des Baus entsteht viel Abfall, der wiederverwendet, recycelt und eine neue Funktion finden kann.

 

Was war in Zusammenhang mit diesem Projekt die grösste Überraschung für Sie?

Wir haben uns gefreut, dass das Haus in der Realität besser aussieht als in der Visualisierung. Wir waren überrascht von der gemütlichen Atmosphäre trotz des großzügigen Wohnbereichs und des zugelassenen Stahlbetons im Schlafzimmer.

 

Wir danken für das nette Gespräch.  

 

Architekt: Jana Tartaľová, Michal Tartaľ, Šancová 70,Bratislava,www.archholiks.sk

Projekt: Neubau eines Einfamilienhauses in der Slowakei unter Einbezug der natürlichen Gegebenheiten

Vertriebspartner: DAKO Slovakia s.r.o., Brnianska 2342/152  areál FIRMBOXY, SK - 911 05 Trenčín, www.dako.sk

Fotograf: Jana Tartaľová, Michal Tartaľ

Haus des Monats August 2020 - Architekt Dipl.-Ing. Stefan Schrott

Haus des Monats August 2020 - Architekt Dipl.-Ing. Stefan Schrott

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Speziell der Lichthof – die „Ötztaler Welten“ (in diesem Sinne namensgebend für das gesamte Projekt) - soll an Hochgebirgsregionen des Ötztales erinnern, um als Ort bzw. Raum mit einer ganz besonderen Atmosphäre, sowohl für Kunden als auch für die Mitarbeiter des Busunternehmens, zu einem erhöhten Wohlbefinden beizutragen.

 

Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

  • Heizwärmebedarf: 19kWh/m2a
  • hochwertige Planung der Gebäudehülle
  • komplette Dämmhülle U-Werte <0,10; Fenster U-Wert <0,8
  • hochwertigste Haustechnik und durchdachtes Haustechnikkonzept
  • Passivhaus zertifizierte Lüftungsgeräte
  • geringster Primärenergieverbrauch
  • kein Flächenverbrauch durch Aufstocken
  • Holz als zukunftsweisender Baustoff in vielerlei Hinsicht: Statik, Ökologie (auch Rückbau, Entsorgung), räumliche Qualität (Wohlfühlfaktor), kurze Bauzeit (in ökonomisch, organisatorischer Hinsicht)
  • „Bauen im Gebirge“ - Material/Erscheinungsbild/Einbindung, Verschmelzung mit der Landschaft/Umgebung durch Verwendung von Holz (Lärchenschindelfassade), Glas („Durchsichtigkeit“ – Verbindung Innen - Außen)
  • Anspruch des Auftraggebers auf hohe räumliche Qualität (Wohlfühlfaktor der Mitarbeiter/“Benutzer“)
  • Lichthof (Glas), Holz, Lehm 

 

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Ich darf an dieser Stelle eines meiner größten Vorbilder zitieren: „Da ist auch etwas ganz Besonderes in der Architektur, das mich fasziniert. Die Spannung zwischen innen und außen – finde ich unglaublich gut. Also, dass wir in der Architektur ein Stück aus der Weltkugel herausnehmen und in eine kleine Kiste bauen. Und plötzlich gibt es ein Innen und ein Außen. Drinnen sein, draußen sein. Fantastisch.“ (Atmosphären, Peter Zumthor, Birkhäuser – Verlag für Architektur)

 

In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln? (generelle Schlussfrage)

Das ist wirklich sehr schwer zu sagen bzw. meiner Meinung nach schier unmöglich zu beantworten. Unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten Lebensräume zu schaffen und zu gestalten sind mittlerweile fast keine Grenzen mehr gesetzt. Trotzdem oder gerade deshalb könnte es spannend oder reizvoll, vielleicht in gewisser Hinsicht sogar sinnvoll sein, sich (wieder) auf das Wesentliche zu besinnen. Was auch immer das für jeden Einzelnen bedeuten mag…

 

Gibt es so etwas wie eine übergeordnete Idee zu diesem Projekt?

Das Innen und Außen der Ötztaler Welt(en). Ein Busunternehmen als Botschafter einer (inneren) ötztaler Welt. Das gleichzeitig die große Welt da draußen ins innere Ötztal bringt. Ein Gebäude mit einem Innenhof in einer Umgebung, in der es das (eigentlich) nicht braucht? Ein räumliches Spiel zwischen Innen und Außen. Ein Grenzgang, ein Verschwimmen der Welten; die Grenze - unsichtbar, hauchdünn, nicht wahrnehmbar? „Innenhof“ – „Außenhof“. "Drinnen sein, draußen sein. Fantastisch.“

 

Wir danken für das nette Gespräch.  

 

Architekt: Dipl.-Ing. Stefan Schrott, Hptm.-Kluibenschedl-Str. 19, 6422 Stams, www.stefanschrott.at

Projekt: „Ötztaler Welten“ – Verwaltungstrakt der Ötztaler Verkehrsgesellschaft

Vertriebspartner: Zoller-Prantl Ges.m.b.H, Kalkofenstraße 20, A-6425 Haiming, www.zp-system.at

Fotograf: Watzek Photographie, Gerhard Watzek

Haus des Monats März 2020 - Planungsbüro Wolfgang Enthaler Ges.m.b.H., Architekt Wolfgang Enthaler

Haus des Monats März 2020 - Planungsbüro Wolfgang Enthaler Ges.m.b.H., Architekt Wolfgang Enthaler

Wie würden sie das Projekt allgemein beschreiben?

Das Dorthotel wurde 1980 von den Eltern als Frühstückspension gegründet. Der Schwerpunkt des Familienbetriebes liegt auf naturnaher Erholung im Luftkurort Fischbach mit waldreichen Wanderwegen in der Nord-Ost Steiermark und in der der Peter Rosegger Waldheimat. Im vier bis fünf Jahresrhythmus wurde investiert und die Hotelanlage wurde erweitert. Das Hotel hat sich 2020 lt. RELAX GUIDE zu den 20 besten Wellness-OASEN in Österreich entwickelt und wurde mit 3 Lilien und 18 Punkten ausgezeichnet. Das Dorfhotel Fasching ist der größte Arbeitgeber in der Gemeinde. Der Grundsatz der Familie Fasching ist: In Wellness muss die Natur spürbar sein.

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Dass Projekt fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und wurde vorwiegend mit natürlichen Baumaterialien errichtet. Auch bei den Zu- und Umbauarbeiten wurde darauf geachtet, einen harmonischen Übergang der Innen- und Außengestaltung zu erreichen. Die Natur als Vorbild.

Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Bei uns wird sehr viel Wert auf detailgetreue Lösungen gelegt. Ein technisch hochwertiges Produkt garantiert auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Toll sind die technischen Unterlagen, die für unsere Planung sehr hilfreich waren. Außerdem war für uns die Erreichbarkeit unseres Partner während der Planungsphase sehr wichtig.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Die Fenster haben einen großen Anteil an der Gestaltung der Fassade. Abgesehen von den technischen Anforderungen sollte mit den Fenstern ein fließender Übergang von innen nach außen erreicht werden.

Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?  

Dass sich das geplante und doch wesentlich vergrößere Objekt in seiner Proportion noch besser als erwartet in die landschaftliche Umgebung eingefügt hat.

In welche Richtung, denken sie, wird oder sollte sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

In der Hoffnung, dass es aus finanziellen Gründen nicht nur Zweckbauten geben wird, sollte die Architektur ein harmonisches Gefühl vermitteln. Auch das Auge ist ein Teil der Körperwelten und nur Gebäude, die proportional und ästhetisch gestaltet sind, sind wohltuend, stressabbauend und das führt somit oft unbewusst zur Entschleunigung.  

 

Wir danken für das nette Gespräch.  

 

Architekt: Planungsbüro Wolfgang Enthaler Ges.m.b.H., Mühlgasse 12, 8160 Weiz, www.enthaler-planungsbuero.at

Projekt: Dorfhotel Fasching

Vertriebspartner: Berger Gesellschaft m.b.H, Radweg 2, 8160 Nöstl/Weiz, www.berger-weiz.at

Fotograf: Wolfgang Enthalter

Haus des Monats Februar 2020 - Transform Architekten ZT-GmbH, DI Günter Weratschnig

Haus des Monats Februar 2020 - Transform Architekten ZT-GmbH, DI Günter Weratschnig

Wie würden Sie vorab das Projekt allgemein kurz beschreiben?

Meine Aufgabe als Architekt war von Anfang an, die Vielfältigkeit und die fachliche Kompetenz der Firma HABAU in einem Firmengebäude bestmöglich zu präsentieren. Als architektonisches Gestaltungsmerkmal zeigt sich der Werkstoff Beton in all seinen Facetten, Innen wie Außen. Nachdem die Firma HABAU ein eigenes Beton- Fertigteilwerk besitzt, wurde auch das Objekt in Stahlbeton-Fertigteilen errichtet. Einem tragenden Stahlbeton-Skelett wurde die Stahlbeton Gebäudehülle vorgelagert.

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Grundidee des Entwurfes war, sämtliche Funktionen des Gebäudes vom Carport, Büro, Sozialräume, Werkstatt etc. in einem Gebäude unterzubringen. Das Gebäude ist von außen wie von innen sehr schlicht, die Funktionen sind ganz klar gegliedert und ablesbar.

Charakteristisches Merkmal des Objektes sind die beiden V-Stützen, die das Obergeschoss im Bereich des Carports tragen. Der Bereich war statisch eine große Herausforderung, da das Obergeschoss mittels Überzügen vom Dach aus abgehängt ist. Die „schwebende“ Stahlbeton-Scheibe mit dem eingelegten Firmenlogo war in jeder Hinsicht eine Herausforderung, ist aber ein echter Hingucker im Eingangsbereich geworden.

Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung dieses Projektes unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Details und Anschlüsse wurden schon im Vorfeld mit der Firma Internorm besprochen und gemeinsam entwickelt. Leitgedanke war nicht „Das geht nicht!“, sondern „Wie kann es gehen?“. Dies bildet den Kern meiner Tätigkeit als Architekt und da gibt es die volle Unterstützung von Seiten der Firma Internorm.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Fenster bzw. Verglasungen sind die wohl wichtigsten Gestaltungselemente von Gebäuden, bilden sie ja die Schwelle zwischen Innen und Außen. Auch die Nutzer erwarten vermehrt räumliche Freiheit, die klassischen „kleinen“ Fensteröffnungen treten in den Hintergrund. Das versuche ich in meinen Objekten zu realisieren, das Wechselspiel zwischen Intimität und Freizügigkeit! Das macht Architektur so spannend.

Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

Wir planen sämtliche Projekte im Büro 3d. Die gesamte Fertigteil-Planung wurde auch in 3d gemacht, jedes Detail, jeder räumliche Knoten. Die Fertigungspräzision und das Zusammenspiel von Vorfertigung und den lokalen Arbeiten auf der Baustelle, zeugen von großer fachlicher Kompetenz von Seiten der Firma. Gemeinsam wurde immer an der besten Lösung gearbeitet! Das war toll und eine echte Bereicherung.

In welche Richtung, denken Sie, wird oder sollte sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Die Architektur orientiert sich zunehmend an den Bedürfnissen der Nutzer. Die Technik eines Gebäudes bzw. die Anpassung an die Bedürfnisse tritt zunehmend in den Vordergrund. Der Wirtschaftlichkeit eines Objektes kommt immer mehr Bedeutung zu, das betrifft nicht nur die Herstellungskosten, sondern geht über die Betriebskosten bis hin zur Entsorgung bzw. Wiederverwendung bzw. Wiederverwertung. Intelligente, anpassbare Raumkonzepte sind das Gebot der Stunde.

 

Wir danken für das nette Gespräch.  

 

Architekt: Transform Architekten ZT-GmbH, DI Günter Weratschnig, St. Margareten 1, 9173 St. Margarten im Rosental, www.trans-form.at 

Projekt: Firmensitz HABAU

Vertriebspartner: Freundl GmbH , hromstraße 3, 9500 Villach, www.maler-villach.at

Fotograf: Transform Architekten 

Haus des Monats Jänner 2020 - Architekten Atelier Kaindl+Kuntner GmbH & Daneshgar Architects & Gassner & Partner Baumanagement

Haus des Monats Jänner 2020 - Architekten Atelier Kaindl+Kuntner GmbH & Daneshgar Architects & Gassner & Partner Baumanagement

Wie würden sie vorab das Projekt beschreiben?

Das Projekt bietet mit dem hervorstehenden "Eckturm" eine Referenz zu den historischen Eckhäusern Wiens und geht gleichzeitig auf die Höhenentwicklung der Nachbarbebauung in Richtung Westen ein. Der Eckturm zeigt sich als prägnanter, aber dennoch unaufdringlicher und filigraner Orientierungspunkt für die Umgebung. Der Turm und die scheinbar schwebenden Holzbalkone verbinden nicht nur die Natur mit der Stadt, sondern vielmehr den freien Himmel mit Meidling. Sie bringen Wärme in die Stadt und auch die Decken und Wände der Balkone wurden aus Holz hergestellt, um dem Betrachter von der Straße aus ein einladendes Bild zu bieten. Der intensiv begrünte Innenhof bildet mit seinem Gemeinschaftsgarten ein weiteres Herzstück des Gebäudes und schafft ein eigenes Mikroklima für die Bewohner.

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Das Gebäude in der Arndtstraße 88 zeichnet sich vor allem durch die markanten Holzbalkone aus, die nicht nur aus nachhaltigen Materialien hergestellt wurden, sondern in der Betonwüste der Stadt eine grüne Oase erahnen lassen. Diese grüne Oase befindet sich im Innenhof des Projektes und ist die Lunge des Hauses. In der sonst relativ spärlich begrünten Umgebung bietet sie den Bewohnern, vor allem Kindern und Familien, einen Rückzugs- und Begegnungsraum. Durch die Positionierung des Laubenganges im Innenhof wird eine gute Belichtung und Belüftung der Erschließung ermöglicht.

Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Als Planer ist es wichtig, bereits in einer sehr frühen Entwurfsphase Infos zur Machbarkeit der jeweiligen Bestandteile eines Gebäudes zu bekommen. Nachdem Verglasungen bzw. Fenster klarerweise eines der wichtigesten Elemente der Architektur darstellen, trifft dieser Umstand hier besonders zu. Durch die Architektenbetreuung von Internorm gelangen wir auf kurzem Weg zu den erforderlichen Informationen.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Im ersten Entwurfsschritt wurde die Familie als Bewohnergruppe analysiert (HIER Film zur Projektentwicklung 2010). Das Muster der Fassadengestaltung bzw. der Breite der Fenster ergibt sich aus den unterschiedlichen Bedürfnissen und Raumgrößen der einzelnen Familienmitglieder. Alle Fenster wurden raumhoch ausgeführt, um auch der Umgebung zu signalisieren, dass es sich um einen Wohnbau und nicht um ein Bürogebäude handelt.

Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

Der anfängliche Widerstand der Anrainer gegen die Höhe des Eckturms war doch beträchtlich. Aber durch die unermüdliche Vermittlung der Qualitäten des Projektes durch den Bauträger konnten letztlich alle ablehnenden Stimmen überzeugt werden.

In welche Richtung, denken sie, wird oder sollte sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Architektur wird einen schweren Spagat schaffen müssen: menschengerechten Raum am Stand der Technik, mit adäquaten Kosten in der Errichtung, leistbar für den Nutzer, die Herausforderungen des Klimawandels erfüllend und dabei spannende und ästhetisch anspruchsvolle Lösungen.

 

Wir danken für das nette Gespräch. 

 

Architekt:  Atelier Kaindl+Kuntner GmbH, Fasangasse 49/10, 1030 Wien, www.kaindl-kuntner.at & Daneshgar Architects, Argentinierstraße 35/5-6, 1040 Wien & Gassner & Partner Baumanagement GmbH, Obere Amtshausgasse 20-24, 1050 Wien, www.ulreich.at/gassner-partner/baumanagement/ 

Projekt: Skyfall Wien

Vertriebspartner: IBS Internorm Bauelemente Services GmbH, Siemensstraße 105, 1210 Wien, www.ibs-fenster.at

Fotograf: Dr. Armin Daneshgar & Yvonne H. Werginz & Angelika Frank