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Haus des Monats 2021

Pesendorfer und Machalek Architekten

 

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Es handelt sich um einen freifinanzierten Wohnbau mit 22 Wohnungen sowie einem Gemeinschaftsgarten mit Kleinkinderspielplatz im Innenhof. Das Gebäude ist im Regelgeschoß als Sechsspänner konzipiert. Die eine Erdgeschoßwohnung wurde mit einem Eigengarten ausgestattet. Die Maisonetten im 1. und 2. Dachgeschoss sind alle großzügig an Dachgärten angebunden. 

 

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur dieses Projektes aus?

Alle Wohnungen besitzen einen eigenen Freibereich (Balkon, Loggia oder Garten), der über großzügige Fensterelemente mit dem Innenraum verbunden ist.

 

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Gegliedert und gestaltet wird die Fassade durch die Anordnung der französischen Fenster und den individuell verstellbaren Schiebeläden. Die Filter zur befahrenen Straße bilden in der ersten Ebene die Schiebelemente und die Schallschutzfenster von Internorm. 

 

Welche nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Niedrigenergiehaus in Massivbauweise HWB 28 kWh/m2

 

 

Architekt: Pesendorfer und Machalek Architekten, Amalienstraße 68/5, 1130 Wien, www.pumar.at

Projekt: Wohnbau Wien

Vertriebspartner: IBS Internorm Bauelemente Services GmbH, Siemensstraße 105, 1210 Wien, www.ibs-fenster.at

Fotograf: Paul Sebesta

 

 

Haus des Monats August 2021 - BKK-3 Architektur ZT GmbH

Haus des Monats August 2021 - BKK-3 Architektur ZT GmbH

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Bereits in der Planung wurde auf eine Grundrissflexibilität geachtet, welche sich beispielsweise in mehreren möglichen Varianten des Regelgeschosses wiederfindet. Die Straßenfassade orientiert sich in Richtung Nord-Ost, wodurch ideale Voraussetzungen für durchgesteckte Wohnungen gegeben sind. Zwischen diesem Wohnungs-Typus befinden sich optimal nutzbare Kleinwohngen mit ca. 30m² und 45 m². Im Inneren der Wohnungen soll der Blick frei schweifen können. Dies wird durch die Ausstattung mit Wohnküchen erreicht, die die Tiefe des Baukörpers in ein großzügiges, loftartiges Wohnflair transformieren. Der Zusammenschluss von Wohnungen kann hier mittels vorgesehenen Durchbrüchen erreicht werden.

 

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur dieses Projektes aus?

Ziel war es, den komplexen Baukörper als zusammenhängende Bauskulptur erlebbar zu machen. Dach und die Fassade erscheinen nahezu wie aus einem Guss. Verstärkt wird dieses Bild noch durch die Ausbildung des straßenseitigen Erkers, der sich fließend aus dem Baukörper heraus entwickelt und in das Dach nahtlos übergeht. Die zwei Gaupen der Straßenfassade stehen aus der Dachfassade hervor, wie ein über die Dächer blickendes Augenpaar. Die offen gestaltete Lobby, mit dem natürlich belichteten Stiegenhaus gibt dem Gebäude an der Basis Leichtigkeit und eine den Stadtraum aufwertende Geste. Der hohe Fensterflächenanteil der Wohnungen ermöglicht eine gute Belichtung der Grundrisse. Die raumhohen Fenster und Fenstertüren, welche teilweise über zwei Geschosse ausgebildet wurden, verbinden den Wohnraum mit den großzügigen Freibereichen. Dadurch wird eine Erweiterung der Wohnung über die Grenzen der Fassade hinaus erreicht. Gleichzeitig dienen die Balkone und Terrassen zur natürlichen Beschattung der Anlage, in den durchgesteckten Wohnungen kann durch Querlüftung und nächtliche Temperaturabsenkung das Raumklima positiv beeinflusst werden.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Die Öffnungen in der Fassade sind ein wichtiger Gestaltungsaspekt des Entwurfes für den ganzen Baukörper. Im Erdgeschoss öffnet sich der Eingangsbereich durch die geschosshohe Verglasung zum öffentlichen Raum hin, die Bewohner sind eingeladen auf den Straßenraum einzuwirken und diesen mitzugestalten. Die Gaupen auf der Straßenseite sind mit ihren großen Fenstern ein markantes Gestaltungselement und verleihen dem Gebäude einen hohen Wiedererkennungs- und Identifikationswert. Gleichzeitig ermöglichen sie modernes und zeitgemäßes Wohnen im Dachgeschoss. Gleiches gilt für die zweigeschossigen Gaupen hofseitig, welche mit ihrer großzügigen Verglasung Licht und Luft in die Wohnungen bringen und ein einmaliges Wohnerlebnis vermitteln.

 

 

Architekt: BKK-3 Architektur ZT GmbH, Missindorfstraße 10/4, 1140 Wien, Österreich, www.bkk-3.com

Projekt: Wohnbebauung Wien

Fotograf: Hertha Hurnaus

Haus des Monats Juli 2021- Architekt Gábor Fábián & Dénes Fajcsák von ARKT Építész Stúdió

Haus des Monats Juli 2021- Architekt Gábor Fábián & Dénes Fajcsák von ARKT Építész Stúdió

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Das neu errichtete Einfamilienhaus wurde mit hochwertigsten Materialien gestaltet. Mit seiner sauberen und eleganten Fassade hat das Haus das alte Straßenbild aufgefrischt. Die großen Räume werden durch die lange Fensterfront in Szene gesetzt.

 

 

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Durch die neun Meter große Fensteröffnung werden die Innenräume mit Licht durchflutet. Der Garten wird durch die breite Öffnung zum zweiten Wohnzimmer.

 

 

Architekt: Gábor Fábiá & Dénes Fajcsák, assistants: Péter Juhász, Máté Pozsik / ARKT Építész Stúdió, 27/A Íj Street, Eger 3300, Ungarn, www.arkt.hu

Projekt: Design the family house in “unbroken row on buildings area”

Vertriebspartner: Patrik Csizmadia - Kerszol-2 Bt. - 138 Kertész Street, Eger 3300, www.interpartner.hu

Fotograf: László Mudri

 

 

Haus des Monats Juni 2021 - Architekt JÓZSEF ÉLŐ

Haus des Monats Juni 2021 - Architekt JÓZSEF ÉLŐ

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Das Gebäude mit 24 Wohneinheiten wurde um ein altes Restaurant herum errichtet und verbindet so etwas Altes mit etwas Neuem. Es wird versucht die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohner zu bedienen. Visuelle Verbindungen mit einem der faszinierendsten Plätze der Stadt und die grünen Wege dorthin sind die Schlüsselelemente des Projekts. Jede Wohnung hat einen besonderen Blick auf die Umgebung in diesem Stadtteil. Großflächige Glaswände öffnen sich zu Ausblicken und verbinden Innen-, Außen- und Zwischenräume. Die Terrassen verwachsen mit den Innenräumen und man kann das weitreichende Panorama der Stadtlandschaft genießen. Die Dynamik der Volumina des Baukörpers spiegelt das geschäftige Leben am Schnittpunkt verschiedener erbauter Welten wider.

 

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Der Umgang mit den Öffnungen zur Außenwelt war schon im Entwurf zum Projekt ein wesentlicher Bestandteil. Die Wände sollten fast verschwinden, um die alte Atmosphäre mit den neuen sozialen und psychologischen Bedürfnissen der Bewohner vollständig verschmelzen zu lassen. Dadurch werden Wohnräume mit intensiver und natürlicher Belichtung zur geschaffen. Eine Verbindung zur historischen Stadt und zur Natur entsteht.

 

Welche Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Dieser Wohnbezirk der Stadt ist nicht allzu dicht besiedelt, dennoch sind nur wenige leere Grundstücke verbleibend gewesen. Die Absicht unseres Projektes war es zu zeigen, dass man   die historischen Teile der Stadt weiterentwickeln kann. Das historische Erbe wird mit zeitgenössischen, neuen Lösungen erweitert. Unsere Ergänzung zur bestehenden Struktur ist die Einführung einer vielfältigen Wohnungstypologie. Dies bedeutet die integrierte Nutzung der Zwischenräume der Terrassen und die intensive visuelle Verbindung mit der Umgebung.

 

Architekt: József Élő, Barbara Pati – CAN Architects Studio, 9021 Győr, Szabadsajtó u. 20. Ungarn, www.canarchitects.hu

Projekt: New Apartment Buildings in Győr-Gyárváros

Vertriebspartner: Internorm Stúdió Kft., Győr, Bajcsy-Zsilinszky út 17, 9022 Ungarn, www.ablak-internorm.hu/internorm-markakereskedo/internorm-studio-kft

Fotograf: Szilárd Köninger

 

 

Haus des Monats Mai 2021 - Architekt Ing. Jurij Čerňak

Haus des Monats Mai 2021 - Architekt Ing. Jurij Čerňak

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Ein Familienhaus in wunderschöner Umgebung – es ist erbaut auf dem letzten Baugrundstück vor einem Waldeingang in Bratislava. Den Fotos nach zu urteilen, würde man denken, dass es ein Haus auf dem Land ist. Es ist jedoch unmittelbar in einer Wohnhaussiedlung erbaut.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Die Fenster stellen ein anspruchsvolles Detail des Hauses dar. Die Fenster im Obergeschoss sind flächenbündig in die Fassade eingepasst. So integrieren sie sich perfekt in das Gebäude und stören die Form des Gebäudes nicht. Die flächenbündigen Fenster im zweiten Stock zeichnen die Charakteristik des ganzen Hauses aus. Die Eingangstür mit Sichtbeton unterstreicht den interessanten Eingangsbereich des Hauses, der durch das verwendete Holz ein Hingucker ist. An der Innenseite passt sich die Tür mit dem eingelassenen Beton perfekt der Decke an.

Welche nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Das Haus hat ein schönes, sauberes Design und nähert sich dem Passivhausstandard. Im Haus ist keine Klimaanlage – durch die Lage des Hauses am Waldrand, die Verwendung qualitativ hochwertiger Baumaterialen und die Nutzung der Nachtkühlung des Waldes ist die Temperatur auch im Sommer durchgehend angenehm temperiert.

 

Architekt: Ing. Jurij Čerňak, APEX A s.r.o., Bajkalská 13, 821 02 Bratislava, www.apex-arch.sk

Projekt: Einfamilienhaus am Waldrand

Vertriebspartner:  DAKO Slovakia s.r.o., Brnianská 2342, 911 01 Trenčín, Slowakei, www.dako-okna.sk

Fotograf: Ing. Jurij Čerňak,

Haus des Monats April 2021 - Architekt Georg Harant

Haus des Monats April 2021 - Architekt Georg Harant

 

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Beim Neubau einer privaten Feuerbestattung in Holzbauweise wurde besonderer Wert auf die verwendeten Materialien gelegt. Das Material Holz wurde soeowhl bei Wänden, als auch Decken und Fensterelementen erwendent. Die Raumhöhe von 4,0m, die Offenheit und Transparenz verkörpert, sollte für jede(n) spür- und erfahrbar werden. Warm wirkende, angenehme Räume waren das Ziel sowie die Schaffung eines positiven Raumklimas für MitarbeiterInnen und BesucherInnen.

 

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Die Fenster wurden ganz bewusst gesetzt um gezielte Ausblicke in die umgebende Landschaft zu ermöglichen. Die Belichtung der Arbeits- und Aufenthaltsbereiche war natürlich ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Das zentrale Thema der Gestaltung war die Schaffung eines stimmungsvollen begrünten Atriums im Bereich der Verabschiedung. Dieses wurde mit einem großzügigen Fenster in Szene gesetzt.

 

Welche nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Primärer Aspekt der Wahl der Baustoffe war eine gute ökologische Bilanz zu erreichen und ein gutes Raumklima zu schaffen. Die Nutzung des Werkstoffes Holz in der Konstruktion, der Fassade und auch den Fenstern war vorrangig. Der Holzanteil des Gebäudes beträgt 95m³ und dadurch ergibt sich 95t CO2 Einsparung.

 

Architekt: Georg Harant Architekt, Wiesenstr. 28, 4600 Wels, www.harant.at

Projekt: Feuerbestattung Danubia

Vertriebspartner: Tischlerei Pecherstorfer, Pupping 24, 4070 Pupping, www.ihre-tischlerei.at

Fotograf: Michael Guggemos

Haus des Monats März 2021 - Architekt Robert Novak

Haus des Monats März 2021 - Architekt Robert Novak

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Das Grundstück liegt inmitten einer Vorstadt, in der früher die Weingärten mit charakteristischen Gebäude sowie eine Kaserne und Schenke zu finden waren. Im II. Weltkrieg wurde alles durch Bomben zerstört. Die Häuser wurden neu gebaut, es sind überwiegend eingeschossige Einfamilienhäuser. Das geplante Haus ist an den Rand eines Grundstücks gelegt - eben wie die anderen in der Umgebung. So wurde ein breiter nach Süden gerichteter Nebengarten erzeugt. Die Grünfläche des Parks gegenüber fließt ohne Unterbrechung ins Grundstück ein. Das Projekt besteht aus zwei Gebäude-Massen: die eine ist ein Wohngebäude mit Hochdach, die andere eine Garage deren Dach vor der nach Süden gerichteten Hauptfassade herausragt. Dementsprechend kann die Sonne im Sommer die Fassade nicht erreichen, im Winter hingegen fangen die Innenräume die Sonnenstrahlen ein. Zwischen den zwei Gebäuden entstand eine gedeckte Terrasse. So kann man unter schwebendem Glasdach ins Haus eintreten. Im Erdgeschoss befindet sich die Küche mit Ess- und Wohnzimmer, dazu das Schlafzimmer mit einem Badezimmer. Aus jedem Hauptraum kann man auf die Veranda hinausgehen. Die Treppe zur oberen Wohnetage beginnt im Wohnzimmer und führt auf eine Galerie hoch.

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Bei der Außenerscheinung war das Ziel ein sauberes Bild zu schaffen. Aus diesem Grund ist die Gebäudehülle vom Dach bis über die Fassaden aus Aluminium (Stehfalzeindeckung) ohne Dachrinnen gestaltet. Unter dem Dach haben wir Holzleisten verwendet. Auch an der Garage wurden dieselben Materialien verwendet. Die Aluelemente machen das Gebäude zeitlos, die Holzelemente werden sich mit der Zeit verändern, altern – wie auch die Bewohner des Hauses. Die gedeckte Terrasse entspricht der örtliche Traditionen und übernimmt eine wichtige Rolle in puncto Sonnenschutz.

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Die einheitliche Farbenwelt des Einfamilienhauses haben wir durch die Wahl von Anthrazit-Aluschalen für die Fenster erhalten. Mit den Holz-/Alufenstern erhalten wir die Harmonie des Objektes.

Welche nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Mit den nach Süden gerichteten Fenstern erreicht man großen solarischen Gewinn. Durch den Lichteinfall auf den Betonboden erreicht man im Winter eine beachtliche Wärmespeicherung. Nur für die nach Osten und Westen gerichteten Fenster wurden Raffstores montiert. Vor den Fenstern nach Süden wurde eine gedeckte Terrasse erbaut. Hinter der Stehfalzeindeckung befinden sich Luftspalten, wodurch ein ständiger Lufttausch gesichert wird.

 

Architekt: Robert Novak, Ungarn,H-4030 Debrecen, Tutaj Str. 8.

Projekt: Einfamilienhaus

Vertriebspartner: Mela 05 Kft. Ungarn, 4025 Debrecan, Széchenyi u. 57/a., www.mela-ablak.hu  

Fotograf: Robert Novak & Levente Solczi 

Haus des Monats Februar 2021 - Architektur Haller/Haller

Haus des Monats Februar 2021 - Architektur Haller/Haller

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Das Grundstück liegt zwischen der Mariahilfgasse und der Hirschgasse. Der Höhenunterschied zwischen beiden Straßen beträgt ca. 8 Meter. Über die beinahe ebenerdige Zufahrt von der Hirschgasse aus gelangt man in eine Tiefgarage, die sechs PKW-Stellplätze umfasst. Eine Schleuse verbindet Garage und Stiegenhaus. Der barrierefreie Zugang erfolgt ebenfalls im Untergeschoß von der Hirschgasse aus. Über einen Flur gelangt man zum Stiegenhaus. Die vertikale Erschließung erfolgt über eine dreiläufige Treppe und über einen Personenaufzug. Die allgemeine Gartenfläche, die sich auf der begrünten Dachfläche des Untergeschoßes befindet, ist über einen Flur im Gartengeschoß erreichbar.

Der Hauptbaukörper wird ab dem Obergeschoß über einem rechteckigen Grundriss gebildet. Den oberen Abschluss bildet ein Satteldach mit 45 Grad. Einzelne Gebäudeteile, wie das Sockelgeschoß der Garage entlang der Hirschgasse, sowie die Sockelzone und das Stiegenhaus in der Mariahilfgasse, werden durch die Materialwahl, Oberflächenstruktur und die Farbgebung vom Hauptbaukörper klar abgesetzt. Die giebelseitig angebauten Balkone sind als Stahlkonstruktion vom Baukörper abgehoben und als eigener Bauteil ablesbar.

 

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Alle Wohnungen sind zwei- oder dreiseitig orientiert. Alle Bäder sind außenliegend und erhalten natürliches Licht. Die Grundrisse können an die Bedürfnisse der künftigen Bewohner angepasst werden. Den Wohnungen im Gartengeschoß sind Gartenflächen zugeordnet. Die Wohnungen in den oberen Geschoßen erhalten gut nutzbare Balkone, Loggien oder Dachterrassen.

 

Architekt: Architektur Haller/Haller, Starhembergstraße 41, 4020 Linz, www.architektur-haller.com 

Projekt: Wohnen im Zentrum

Vertriebspartner: Miller Bauelemente GmbH, Weißkirchnerstr. 5, 4614 Marchtrenk, www.miller-bau.at 

Fotograf: Martin Steinkellner  

Haus des Monats Jänner 2021 - Architekt Dipl.-Ing. Wolfgang Sterneder

Haus des Monats Jänner 2021 - Architekt Dipl.-Ing. Wolfgang Sterneder

Wie würden Sie ihr Projekt beschreiben?

Das Grundstück befindet sich in einem Siedlungsgebiet in einer Gemeinde im Tiroler Oberland. Der Wunsch der Eigentümerfamilie war die Errichtung eines Einfamilienhauses mit einer zusätzlichen Einliegerwohnung. Die ca. 50m2 große Einliegerwohnung sollte sowohl als eigenständige Einheit mit separatem Zugang funktionieren, aber auch eine interne Verbindung mit dem Wohnhaus aufweisen. Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse wurde entgegen der ursprünglichen Planung nicht nur das Wohnhaus, sondern das gesamte Gebäude mit einem Untergeschoss versehen. Die dadurch im UG zusätzlichen entstandenen Zimmer Richtung Westen, dienen den Bewohnern als zusätzlicher Wohnraum. Sie werden durch raumbreite Fensterschlitzen natürlich belichtet und belüftet.

Der Zugang, sowohl zum Wohnhaus als auch in die Einliegerwohnung, erfolgt über einen kleinen, offenen Innenhof und liegt ca. 80cm über dem Niveau des Zufahrtsweges. Eine Kombination aus Vordächern ermöglicht eine überdeckte, fußläufige Verbindung zu der freistehenden Doppelgarage. Die Einliegerwohnung besteht aus einer Wohnküche mit einem vorgelagerten Freibereich gebildet aus einer Terrasse und einem kleinen Kiesgarten. Weiters gibt es ein Schlafzimmer, ein Badezimmer/WC und einen Vorraum mit der internen Anbindung an das Wohnhaus.

Das Wohnhaus betritt man über einen transparent gestalteten Vorraum mit Garderobe, WC und Abgang in das Untergeschoss. Durch eine Glaspendeltüre gelangt man in den großzügigen Wohn-/Essbereich. Dieser gliedert sich in zwei Zonen mit unterschiedlichen Niveaus und Raumhöhen. Die Fensterfront der Wohnküche und des Essbereichs wurde zurückversetzt, sodass Richtung Süden und zum Garten hin eine große überdeckte Terrasse entstanden ist. Der ca. 30cm abgesenkte Wohnraum wird durch einen Kaminofen mit offenem Feuer als Raumteiler zur Wohnküche abgegrenzt. Das Hebe-/Schiebe-Fensterelement des Wohnraumes liegt in einer Ebene mit der Fassade des Obergeschosses und wird durch den auskragenden Balkon natürlich beschattet. Der Richtung Süden vorgelagerte Garten soll die Wohnbereiche optisch und funktional erweitern und ergänzen.

Über eine einläufige Treppe gelangt man vom Wohnraum in das Obergeschoss. Hier sind die Kinderzimmer und das Schlafzimmer mit einem jeweils eigenen Badezimmer situiert. Der offene Raum des Treppenaufganges im Norden wird als Büro und Leseecke genützt. Die Aufenthaltsräume im Obergeschoss verfügen über einen Freibereich in Form eines Balkons. Ein Wunsch der Bauherrenschaft war auch, dass das Wohnhaus nicht mit einem klassischen Flachdach ausgeführt werden sollte. Im Zuge der Entwurfsplanung hat sich dann die Dachform aus zwei um 90 Grad gedrehten Pultdächern ergeben, die wiederum in der Ausbildung der westlichen Mansardendachfläche des Obergeschosses ihre Fortsetzung fand. Durch die Einbindung eines Teiles der Balkonbrüstung in die Materialität des Mansardendaches erhält das Obergeschoss eine körperhafte Wirkung und scheint in diesem Bereich über dem Erdgeschoss zu schweben. Bewusst eingesetzte niedrige Fensterschlitze als Oberlichten in Küche und Galerie sollen diese Wirkung verstärken und die Nachbargebäude beim Ausblick von innen ausblenden.  

Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Der durch den Baukörper der Garage und die überdachten Zugänge zu den Eingangstüren gebildete Innenhof schafft eine Pufferzone zum öffentlichen Zufahrts- und Gehweg an der Westseite des Grundstücks. Ebenso bildet die grenzbegleitende Gartenmauer aus Sichtbeton zum öffentlichen Weg im Norden einen privaten Innenhof, der als Kiesgarten ausgeführt wurde und der Einliegerwohnung zugeordnet ist.

Das Gebäude wurde bewusst im nördlichen Teil des Grundstücks situiert und in Richtung Süden orientiert. Dadurch entsteht zu der der in Ost-West-Richtung verlaufenden Gemeindestraße eine räumliche Distanz. Der dem Haus vorgelagerte Garten dient wiederum als Puffer zwischen öffentlichem und privatem Bereich. Die großflächigen Fensterelemente sollen eine Erweiterung/Verbindung der gebauten Räume mit den Freibereichen ermöglichen. Die Vordächer und der Balkon wurden so gewählt, dass die Glasflächen im Sommer möglichst ohne weiteren Sonnenschutz beschattet werden müssen und in den Wintermonaten ein solarer Eintrag durch die Sonne gegeben ist. Aussenraffstore ergänzen den baulichen Sonnenschutz und bieten einen zusätzlichen Sichtschutz in den Abendstunden. Die Belüftung erfolgt einerseits natürlich durch die öffenbaren Fenster und wird zusätzlich durch eine kontrollierte Wohnraumbelüftung ergänzt. Die durchlüftete Dachkonstruktion bietet Schutz gegen sommerliche Überhitzung.  

Welche nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Das gesamte Gebäude wurde als Niedrigenergiehaus mit einem HWB von 28,9 kWh/m2a konzipiert und verfügt über eine kontrollierte Wohnraumbelüftung sowie eine Sole-Luftwärmepumpe als Heizung. Bei der Wahl der Materialien wurde bewusst auf den Einsatz von natürlichen Baustoffen wie Ziegel, Beton, Holzwerkstoffe und Holzwolledämmung im Dachbereich geachtet. Vorbereitet wurde auch die Anschlußmöglichkeit einer Photovoltaikanlage, um in Zukunft möglichst autark zu sein.

Beim Entwurf wurde eine Variante erarbeitet, die eine spätere Erweiterung/Aufteilung in zwei getrennte Wohneinheiten ermöglicht. Durch eine Erweiterung der Wohnfläche über der Einliegerwohnung, bei gleichzeitiger Einbindung des Schlaf- und Wohnraumes der ELW in den Wohnbereich des Wohnhauses, entsteht eine Wohnung im Erdgeschoss und eine im Obergeschoss. Der Eingang der Einliegerwohnung samt Vorraum bildet den Zugang zur Wohnung im OG. Im derzeitigen Bad der ELW kann eine Treppe vom UG bis ins das OG eingebaut werden. Die dafür erforderlichen Öffnungen wurden bereits in den Stahlbetondecken vorgesehen und sind derzeit mit einer Holzkonstruktion verschlossen.  

Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Die horizontalen Fensterschlitze ergänzen die großen Fensterelemente und sollen vor allem Blickbeziehungen aus den Innenräumen freigeben. So bildet sich in der Galerie und im Elternbau im Obergeschoss die Gipfelkette des dahinterliegenden Gebirgszuges ab. Die beiden Eingangstüren im Innenhof wurden bewusst in Farbe gestaltet, um die Zugangssituation noch einmal zu betonen. Das Garagentor hingegen wurde durch die Überdeckung mit der Lärchenfassade bewusst in den Hintergrund gesetzt. Leicht wirkende rahmenlose Verglasungen in Kombination mit gerahmten Elementen bieten differenzierte Ein- und Ausblicksmöglichkeiten.

Architekt: Architekt Dipl.-Ing. Wolfgang Sterneder, Michael Gaismair Straße 9, 6020 Innsbruck

Projekt: Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung

Vertriebspartner: Fenstervisionen Handels GmbH, Staudach 27, 6422 Stams, www.fenstervisionen.at

Fotograf: Büro Architekt Sterneder, Aussenfotos: Arch. DI Gerald Haselwanter, Innenfotos: DI Ibrahim el Goubashy